Auf dem Weg zu mehr beruflicher Gleichstellung – der Erfahrungsbericht der EMB Brandenburg bei den Lausitz Frauen

Die Lausitz Frauen waren gestern zu Gast bei der EMB Energie Brandenburg GmbH in Cottbus mit dem Seminar „Auf dem Weg zu mehr beruflicher Geschlechtergerechtigkeit – EMB Energie Brandenburg berichtet“. Zum ersten Mal ohne unserer Gründerin Romy Hoppe. Als Expertin durften wir Kathrin Jung, Geschäftsführerin der EMB Brandenburg, begrüßen, welche uns an diesen Abend Einblicke in Strategien und Maßnahmen des Unternehmens für mehr berufliche Gleichstellung gab.

Die EMB Energie Brandenburg GmbH (EMB) ist ein bedeutender regionaler Energieversorger und versorgt rund 145.000 Privat-, Gewerbe- und Industriekunden in Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Mit einer breiten Palette an Services und Angeboten ist das Unternehmen Teil der GASAG-Gruppe.

Ein zentraler Schwerpunkt des Vortrags lag auf den Gleichstellungszielen des Unternehmens. Seit rund fünf Jahren verfolgt die EMB eine klare Strategie zur Förderung von Geschlechterdiversität. Diese Ziele stehen im Einklang mit den Zielen der gesamten Unternehmensgruppe. Konkret möchte die EMB Brandenburg:

  • mehr Gleichberechtigung in Führungspositionen und Gremien
  • die Erweiterung des Pools an Fachkräften
  • die Stärkung von Vielfalt und Innovation durch unterschiedliche Perspektiven
  • die Nutzung der wirtschaftlichen Vorteile einer diversen Organisation
  • die Schaffung von Vorbildern sowie die Förderung von Gleichstellung in allen gesellschaftlichen Lebensbereichen

Konkret hat sich die Unternehmensgruppe zum Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 30 Prozent zu erhöhen und den Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft perspektivisch auf 50 Prozent zu steigern.

Um diese Ziele zu erreichen, setzt die EMB unter anderem auf eine gezielte Ansprache von Frauen in Stellenausschreibungen. Dabei wird auf eine bewusste sprachliche Gestaltung geachtet, etwa durch die Verwendung weiblicher Stellentitel im generischen Femininum. Die Wirkung dieser Maßnahmen zeigt sich deutlich: Insgesamt steigt die Zahl der Bewerbungen auf Stellenausschreibungen. Sowohl von Frauen als auch von Männern.

Neben der externen Kommunikation spielt auch die interne Kommunikation eine wichtige Rolle. Die Unternehmensziele hinsichtlich der Gleichstellung von Mann und Frau werden transparent nach außen und innen kommuniziert. Sei es im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Beispiel über Videopodcasts oder über das Intranet für die Mitarbeitenden.

Ergänzt wird dies durch verschiedene interne Programme und Formate zur Förderung von Frauen und Vielfalt. Dazu gehören ein internes Firmennetzwerk für Frauen mit Panels und Vernetzungsformaten, Initiativen zum sogenannten „Male Allyship“, bei denen Männer Frauen aktiv unterstützen, sowie das „Forum der Vielfalt“. Darüber hinaus fand gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut ein Strategie-Workshop zum Thema Chancengleichheit innerhalb der GASAG-Gruppe statt.

Ein wichtiger Bestandteil der Gleichstellungsstrategie ist die kontinuierliche Messung der Fortschritte. So zeigt sich bereits, dass das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen innerhalb der GASAG-Gruppe bis Juni 2027 auf 30 Prozent zu steigern, erreicht werden wird. Andere Zielmarken befinden sich noch im Entwicklungsprozess.

Im Austausch wurden auch zentrale Learnings aus den bisherigen Erfahrungen hervorgehoben. Dazu zählen unter anderem die Bedeutung klar definierter Ziele für einzelne Funktionen und Organisationseinheiten, ein verlässliches Monitoring und Reporting sowie die zentrale Rolle der Personalabteilung. Ebenso wichtig sind transparente Kommunikation, die strukturelle Verankerung von Chancengleichheit in Unternehmensprozessen sowie eine klare Vorbildfunktion der Führungsebene. Auch die Einbindung externer Expertinnen wird als wichtiger Erfolgsfaktor gesehen.

Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine intensive Diskussion mit vielen wertvollen Perspektiven, Eindrücken und Erfahrungen aus der Praxis. Die Veranstaltung fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt und bot viel Raum für Austausch und Vernetzung – begleitet von leckeren Snacks und Getränken. Der Blick von der Dachterrasse über das abendliche Cottbus bildete schließlich einen stimmungsvollen Abschluss eines gelungenen Netzwerktreffens.

Vielen Dank an die EMB Brandenburg und an Kathrin Jung für die Einladung, den offenen Einblick und den inspirierenden Austausch!

Vielen Dank an Jana Kostbar für die Übernahme der Moderation des Abend, an Christiane Schleifenbaum für die wieder einmal wunderbare Dokumentation der Veranstaltung sowie Sharzad Dehgani für den Reel.

©️📷 Fotos: Christiane Schleifenbaum