Ein Salon für starke Frauen: Doppelte Geburtstagsfeier in Branitz

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Gestern Abend war ich für die Lausitz Frauen zu einer besonderen Geburtstagsfeier eingeladen. Gefeiert wurden der 241. Geburtstag von Fürst Hermann von Pückler-Muskau und der 250. Geburtstag seiner Frau, Fürstin Lucie.

Die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz, der Förderverein „Fürst Pückler in Branitz“ und die Lausitziade hatten dafür in den großen Saal der Gutsökonomie eingeladen. Ein abwechslungsreicher Abend mit Musik, Gesang, Spiel und Performance, gestaltet von Künstlerinnen und Künstlern des Projekts „Pücklers Lausitziade“. Moderiert wurde die Veranstaltung von Wolfram Knorr.

Besonders gefreut hat mich der Blick auf Fürstin Lucie. Über sie habe ich bereits berichtet und es ist schön zu erleben, wie sie zunehmend aus dem Schatten der Geschichte tritt und die Würdigung erhält, die ihr zusteht. Auch die Rednerinnen und Redner, darunter Martina Münch, Tobias Schick, Herr Körner und Elke Gräfin von Pückler, machten deutlich, wie wichtig es ist, die Leistungen starker Frauen sichtbar zu machen. Die Beiträge von Emma Laule und Frau Neuhäuser standen ebenfalls für diesen Gedanken. Der Abend präsentierte sich als ein Salon für starke Frauen.

Ein besonderes Highlight war die Vorstellung des Namensvorschlags „Lucie-Pückler-Allee“ für die geplante Seeachse, die künftig die Cottbuser Innenstadt mit dem Ostsee verbinden soll. Der Vorschlag der Stiftung hat in der Stadt erfreulicherweise breite Zustimmung erfahren. Damit würde eine Frau geehrt, die maßgeblich an der Entwicklung des Branitzer Parks beteiligt war und die Kulturlandschaft unserer Region nachhaltig geprägt hat. Für mich ist das ein wichtiges Zeichen: Das Wirken einer Frau, das lange zu wenig Beachtung fand, wird endlich sichtbar und wertgeschätzt.

Der Abend war zugleich für viele die Gelegenheit, Herrn Körner, geschäftsführenden Direktor der Stiftung, zu verabschieden, der die Lausitz für neue Aufgaben verlässt. Die Veranstaltung war hochkarätig besucht und bot einen würdigen Rahmen für diesen besonderen Moment.

Auch der gute Zweck kam nicht zu kurz. Gesammelt wurden Spenden für die Wiederherstellung des Taubenhauses in der Gutsökonomie. Die Sparkasse setzte mit einer Startspende von 10.000 Euro ein starkes Zeichen für den Erhalt dieses historischen Ortes.

Ein rundum gelungener Abend, der Kultur, Geschichte und gesellschaftliches Engagement miteinander verband. Und für mich vor allem ein Abend, der zeigte, wie wichtig es ist, Frauen sichtbar zu machen, ihre Leistungen anzuerkennen und ihnen den Platz in unserer Geschichte zu geben, den sie verdienen.

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